Difference between revisions of "Pelagia Dobrzykowska (DE)"
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Pelagia Dobrzykowska wurde am 23. Oktober 1911 in Maniewo (bei Poznań) als Tochter des Landarbeiters Władysław Jerzewski und Wiktoria (geb. Łech) geboren. Sie verlor sehr früh (8. Mai 1915) ihren Vater. Nach seinem Tod zogen Pelagia und ihre Mutter zu ihren Großeltern in das Dorf Górki. 1924 zogen sie nach Złotów, um bei ihrem Stiefvater Jan Górny zu leben. Zu dieser Zeit beendete Pelagia die Schule und begann in Poznań Stickerei zu lernen. Im Alter von 18 Jahren verlor sie ihren Stiefvater (13. April 1929), der bei einem Arbeitsunfall bei der Eisenbahn verunglückte. In dieser Zeit half sie ihrer Mutter bei der Feldarbeit und übernahm verschiedene Stickereiaufträge. Am 13. April 1936 heiratete sie Leon Dobrzykowski aus Łagiewniki und brachte 1937 einen Sohn Henryk zur Welt. Kurze Zeit später starb ihr Mann Leon an einer Darmtorsion. Pelagia wurde 1940 verhaftet und ließ ihren Sohn in der Obhut ihrer Mutter zurück. | Pelagia Dobrzykowska wurde am 23. Oktober 1911 in Maniewo (bei Poznań) als Tochter des Landarbeiters Władysław Jerzewski und Wiktoria (geb. Łech) geboren. Sie verlor sehr früh (8. Mai 1915) ihren Vater. Nach seinem Tod zogen Pelagia und ihre Mutter zu ihren Großeltern in das Dorf Górki. 1924 zogen sie nach Złotów, um bei ihrem Stiefvater Jan Górny zu leben. Zu dieser Zeit beendete Pelagia die Schule und begann in Poznań Stickerei zu lernen. Im Alter von 18 Jahren verlor sie ihren Stiefvater (13. April 1929), der bei einem Arbeitsunfall bei der Eisenbahn verunglückte. In dieser Zeit half sie ihrer Mutter bei der Feldarbeit und übernahm verschiedene Stickereiaufträge. Am 13. April 1936 heiratete sie Leon Dobrzykowski aus Łagiewniki und brachte 1937 einen Sohn Henryk zur Welt. Kurze Zeit später starb ihr Mann Leon an einer Darmtorsion. Pelagia wurde 1940 verhaftet und ließ ihren Sohn in der Obhut ihrer Mutter zurück. | ||
In ihrem kurzen Leben verlor sie drei Männer, die ihr nahe standen: ihr Vater, Władysław Jerzewski, der zur preußischen Armee eingezogen wurde, fiel im Ersten Weltkrieg (8.5.1915); ihr Stiefvater, Jan Górny, starb an den Folgen eines Arbeitsunfalls bei der Eisenbahn, als Pelagia das Erwachsenenalter erreichte (13.4.1929); ihr Ehemann, Leon Dobrzykowski, starb an einer Darmverschlingung (Darmtorsion), kurz nachdem er Vater geworden war. | |||
'''Das Flugzeug und zwei Versionen der Ereignisse''' | '''Das Flugzeug und zwei Versionen der Ereignisse''' | ||
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In diesem Gefecht wurden die beiden überlebenden deutschen Piloten (Prugel und Hackl) von den Polen gefangen genommen und "nach der notwendigen Unterstützung den polnischen Behörden übergeben. Die Kriegsgefangenen wurden nach Posen, dann nach Gnesen, wo sich das Hauptquartier der Posener Armee befand, und von dort nach Warschau gebracht, von wo sie zusammen mit anderen Kriegsgefangenen nach Brest am Bug transportiert wurden, um von dort aus wiederum nach dem Ende des Septemberfeldzuges in ihre Luftwaffeneinheiten zurückzukehren." | In diesem Gefecht wurden die beiden überlebenden deutschen Piloten (Prugel und Hackl) von den Polen gefangen genommen und "nach der notwendigen Unterstützung den polnischen Behörden übergeben. Die Kriegsgefangenen wurden nach Posen, dann nach Gnesen, wo sich das Hauptquartier der Posener Armee befand, und von dort nach Warschau gebracht, von wo sie zusammen mit anderen Kriegsgefangenen nach Brest am Bug transportiert wurden, um von dort aus wiederum nach dem Ende des Septemberfeldzuges in ihre Luftwaffeneinheiten zurückzukehren." | ||
Die Deutschen hingegen behaupteten, dass „Weuner, der als letzter aus dem brennenden Flugzeug sprang, zwar sicher gelandet, aber von den Polen getötet worden sei. Darüber hinaus behaupteten sie, dass den verbliebenen Fliegern keine Hilfe erteilt wurde und dass sie sogar verfolgt wurden." Diese lügnerische Verleumdung wurden zur Grundlage für Racheakte gegen die Bewohner der umliegenden Dörfer. | |||
Bekanntlich war dieses Ereignis für alle tragisch, die diese Luftschlacht miterlebt hatten. | |||
Als die NS-Armee in das Gebiet einrückte, kam es zu Massenverhaftungen der polnischen Bevölkerung. Zu ihnen gehörten neben Pelagia Dobrzykowska auch Bronisław Łuczak, [[Marta Buszka (DE)|Marta Buszka]], Józefa Ratajczak, Jan Lipiński, Jan Maciejewski, Władysław Cichoszewski und Józef Wróblewski. Die sieben Angeklagten wurden vom Gericht zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Durch ein Urteil des Nazi-Sondergerichts in Poznań vom Januar 1940 wurden Pelagia Dobrzykowska sowie sieben weitere Polen zum Tode verurteilt. | |||
Die Ungerechtigkeit und Trostlosigkeit des Krieges verwischt die Spuren der Wahrheit. | |||
Zum Glück gibt es Zeitzeugen, die den Krieg überlebt haben, wie Florian Okupniak (geb. am 2. Mai 1922 in Glinno). Okupniak hat die ganze Geschichte der Flieger aus Lagiewniki detailliert beschrieben, und es mangelt darin nicht an Erinnerungen an die Heldin Pelagia Dobrzykowska. | |||
https://reportage91.wordpress.com/2018/10/09/historycznie-nieprzygotowany/ | |||
== List pożegnalny == | == List pożegnalny == | ||
Revision as of 10:41, 5 February 2024
Pelagia Dobrzykowska, geboren 23. Oktober 1911, hingerichtet am 16. März 1940 in Gefängnis Berlin-Plötzensee.
Autorin: Marzena Zajączkowska
Spis treści
- 1Projekt[edytuj | edytuj kod]
- 2Kim była Pelagia?
- 3Dwa samoloty, dwie wersje wydarzeń
- 4List pożegnalny
- 5Śmierć
- 6Architektura pamięci
- 7Linki i źródła
- 8Wsparcie finansowe[edytuj | edytuj kod]
Projekt
Już dzień po rozpoczęciu 2 wojny światowej i wkroczeniu niemieckich wojsk do Polski, w okolicach Łagiewnik odbyła się walka powietrzna, której konsekwencje odczuła lokalna społeczność, wielu z nich, kobiety i mężczyźni, przypłacili to życiem. Jedną z tych osób była 29-letnia Pelagia Dobrzykowska.
Wer war Pelagia?
Verhaftet 1940 zusammen mit Bronisław Łuczak, Marta Buszka, Józefa Ratajczak, Jan Lipiński, Jan Maciejewski, Władysław Cichoszewski und Józef Wróblewski. Zum Tode verurteilt durch Urteil des NS-Sondergerichts in Poznań.
Wahrscheinlich wurde sie als "lebendes Exemplar des Feindes" ausgestellt, als Untermensch auf "Schauen" für die Misshandlung von deutschen Fliegern. Ihre besonderen Merkmale, wie ihre Größe von etwa 190 cm und ihr kräftiger Körperbau, trugen möglicherweise dazu bei.
Leben
Pelagia Dobrzykowska wurde am 23. Oktober 1911 in Maniewo (bei Poznań) als Tochter des Landarbeiters Władysław Jerzewski und Wiktoria (geb. Łech) geboren. Sie verlor sehr früh (8. Mai 1915) ihren Vater. Nach seinem Tod zogen Pelagia und ihre Mutter zu ihren Großeltern in das Dorf Górki. 1924 zogen sie nach Złotów, um bei ihrem Stiefvater Jan Górny zu leben. Zu dieser Zeit beendete Pelagia die Schule und begann in Poznań Stickerei zu lernen. Im Alter von 18 Jahren verlor sie ihren Stiefvater (13. April 1929), der bei einem Arbeitsunfall bei der Eisenbahn verunglückte. In dieser Zeit half sie ihrer Mutter bei der Feldarbeit und übernahm verschiedene Stickereiaufträge. Am 13. April 1936 heiratete sie Leon Dobrzykowski aus Łagiewniki und brachte 1937 einen Sohn Henryk zur Welt. Kurze Zeit später starb ihr Mann Leon an einer Darmtorsion. Pelagia wurde 1940 verhaftet und ließ ihren Sohn in der Obhut ihrer Mutter zurück.
In ihrem kurzen Leben verlor sie drei Männer, die ihr nahe standen: ihr Vater, Władysław Jerzewski, der zur preußischen Armee eingezogen wurde, fiel im Ersten Weltkrieg (8.5.1915); ihr Stiefvater, Jan Górny, starb an den Folgen eines Arbeitsunfalls bei der Eisenbahn, als Pelagia das Erwachsenenalter erreichte (13.4.1929); ihr Ehemann, Leon Dobrzykowski, starb an einer Darmverschlingung (Darmtorsion), kurz nachdem er Vater geworden war.
Das Flugzeug und zwei Versionen der Ereignisse
Am 2. September 1939 wurden Pelagia Dobrzykowska sowie die Bewohner der Dörfer Łagiewniki (Gebiet Biedrusk, nicht mehr existent), Morasko, Suchy Las, Glinno und Glinienko, die auf den umliegenden Feldern arbeiteten, Zeugen einer siegreichen Luftschlacht zwischen dem polnischen Piloten Włodzimierz Giedymin (der ein Flugzeug vom Typ P-11c flog) und einem deutschen Flugzeug vom Typ Heinkel He 111.
In diesem Gefecht wurden die beiden überlebenden deutschen Piloten (Prugel und Hackl) von den Polen gefangen genommen und "nach der notwendigen Unterstützung den polnischen Behörden übergeben. Die Kriegsgefangenen wurden nach Posen, dann nach Gnesen, wo sich das Hauptquartier der Posener Armee befand, und von dort nach Warschau gebracht, von wo sie zusammen mit anderen Kriegsgefangenen nach Brest am Bug transportiert wurden, um von dort aus wiederum nach dem Ende des Septemberfeldzuges in ihre Luftwaffeneinheiten zurückzukehren."
Die Deutschen hingegen behaupteten, dass „Weuner, der als letzter aus dem brennenden Flugzeug sprang, zwar sicher gelandet, aber von den Polen getötet worden sei. Darüber hinaus behaupteten sie, dass den verbliebenen Fliegern keine Hilfe erteilt wurde und dass sie sogar verfolgt wurden." Diese lügnerische Verleumdung wurden zur Grundlage für Racheakte gegen die Bewohner der umliegenden Dörfer.
Bekanntlich war dieses Ereignis für alle tragisch, die diese Luftschlacht miterlebt hatten.
Als die NS-Armee in das Gebiet einrückte, kam es zu Massenverhaftungen der polnischen Bevölkerung. Zu ihnen gehörten neben Pelagia Dobrzykowska auch Bronisław Łuczak, Marta Buszka, Józefa Ratajczak, Jan Lipiński, Jan Maciejewski, Władysław Cichoszewski und Józef Wróblewski. Die sieben Angeklagten wurden vom Gericht zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Durch ein Urteil des Nazi-Sondergerichts in Poznań vom Januar 1940 wurden Pelagia Dobrzykowska sowie sieben weitere Polen zum Tode verurteilt.
Die Ungerechtigkeit und Trostlosigkeit des Krieges verwischt die Spuren der Wahrheit.
Zum Glück gibt es Zeitzeugen, die den Krieg überlebt haben, wie Florian Okupniak (geb. am 2. Mai 1922 in Glinno). Okupniak hat die ganze Geschichte der Flieger aus Lagiewniki detailliert beschrieben, und es mangelt darin nicht an Erinnerungen an die Heldin Pelagia Dobrzykowska.
https://reportage91.wordpress.com/2018/10/09/historycznie-nieprzygotowany/
List pożegnalny
Pelagia zamknięta została w areszcie przy ul. Młyńskiej w Poznaniu, gdzie przebywała do 10 marca 1940 roku. Następnie przewieziona została do więzienia Plötzensee w Berlinie. Prawdopodobnie eksponowana jako „żywy egzemplarz wroga”, podczłowieka, na „pokazach” za znęcanie się nad niemieckimi lotnikami. Zapewne przyczyniły się do tego jej wyjątkowe cechy - miała ok 190 cm wzrostu i potężną budowę ciała.
Dzień przed wykonaniem wyroku poinformowano Pelagię o nadchodzącej śmierci, która spotkać ją miała 16 marca 1940 r. Pelagii pozwolono napisać ostatni list do rodziny. Napisała do mamy i do 3-letniego synka przejmujące słowa:
„Kochana Matko!
Po raz ostatni piszę do Was moje pożegnanie i donoszę Wam, że jutro o godz. 6.00 ginę z tego świata. Smutna to dla Ciebie chwila, ale nie rozpaczaj, bądź spokojna o mnie. Ksiądz polski (Rosler) był u mnie i wyspowiadał mnie na śmierć, więc bez żadnej bojaźni ginę z tego świata. Tylko to dla mnie smutne, że ginę w obcym dla mnie kraju - tak daleko od rodziny, nie w swojej Ojczyźnie. Mój drogi synku, moje dziecko! Po raz pierwszy i po raz ostatni pisze do Ciebie Twoja kochana matka. Piszę ostatnie pożegnanie do Ciebie. Oświadczam Ci w tym liście, co w życiu przechodziłam. Przyszła chwila, w której musiałam Cię moje kochane dziecko zostawić i to na zawsze. Wyrok otrzymałam 17 stycznia 1940 roku. Mój kochany synku - wyrok mój to kara śmierci. Przeraziłam się bardzo tym wyrokiem. Oświadczono mi, że 16 marca 1940 roku o godz. 6.00 kończy się moje życie. Z największym spokojem piszę do Ciebie moje kochane dziecko. Zostaniesz sierotą na całe swoje życie. Proszę gorąco, żebyś wyrósł na dzielnego Obywatela, jakim była Twoja matka. Proszę Cię Kochana Matko, wychowaj mi dziecko na porządnego człowieka. Ty kochane dziecko słuchaj swoich opiekunów. Moje kochane dziecko, to są ostatnie wyznania i prośby Twojej matki, która Cię tak bardzo kochała.
Proszę ten list zachowaj, niech on będzie ostatnim testamentem dla mego syna.”
Śmierć
Stracona gilotyną o świcie 16 marca 1940 roku w więzieniu Berlin-Plötzensee.
Architektura pamięci
Po wsi Łagiewniki nie pozostało wiele śladów - na jej miejscu znajduje się poligon wojskowy Biedrusko. O wydarzeniach z września 1939 przypomina tylko Pomnik Ofiar Faszyzmu, zaprojektowany przez artystę Ryszarda Skupina, uroczyście odsłonięty 12 maja 1968. Na teren poligonu wstęp jest ogólnie wzbroniony, ale to właśnie w tym miejscu każdego roku odbywają się gminne uroczystości z okazji wybuchu II wojny światowej. Są one wyrazem hołdu dla ofiar hitlerowskiego terroru, mieszkańców Łagiewnik i okolicznych wsi, którzy swą patriotyczną postawę przypłacili męczeństwem i śmiercią.
https://pl.wikipedia.org/wiki/Plik:Pomnik_w_%C5%81agiewnikach.jpg
Links und Quellen
https://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/totenbuch/recherche/person/dobrzykowska-pelagia
https://reportage91.wordpress.com/2018/10/09/historycznie-nieprzygotowany/
https://9lib.org/article/pojedynek-lotniczy-nad-%C5%82agiewnikami-nr.yj7ven25
https://pl.wikipedia.org/wiki/Plik:Pomnik_w_%C5%81agiewnikach.jpg
Förderung
Beitrag gefertigt vor, während und nach dem Workshop "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee" am 2.12.2023
Das Projekt ist gefördert von der Stiftung EVZ (Erinnerung Verantwortung Zukunft).
www.stiftung-evz.de
Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Projektleiterinnen die Verantwortung.