Cecylia Grześkiewicz (DE): Różnice pomiędzy wersjami
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Cecylia Grześkiewicz wurde am 10.8.1924 in dem Dorf Gadów bei Turek in Grosspolen geboren. | [[Plik:Osadnicy niemieccy.jpg|alt=Deutsche Siedler|mały|Deutsche Siedler]] | ||
Cecylia Grześkiewicz wurde am 10.8.1924 in dem Dorf Gadów (Godów) bei Turek in Grosspolen geboren. | |||
Als sie 15 Jahre alt war, wurde das Dorf nach zwölftägigen Kämpfen schließlich von der Nazi-Armee besetzt. Die Einwohner fanden sich im Wartheland wieder, das von einem völkermörderischen Regime beherrscht wurde. Bald begannen auch die Deportationen nach Deutschland zur Arbeit. | Als sie 15 Jahre alt war, wurde das Dorf nach zwölftägigen Kämpfen schließlich von der Nazi-Armee besetzt. Die Einwohner fanden sich im Wartheland wieder, das von einem völkermörderischen Regime beherrscht wurde. Bald begannen auch die Deportationen nach Deutschland zur Arbeit. | ||
Es ist nicht bekannt, was mit Cecylia Grześkiewicz in den nächsten vier Jahren geschah, außer dass sie auf einem Bauernhof irgendwo im Zuständigkeitsbereich des Sondergerichts in Stettin arbeitete. | Es ist nicht bekannt, was mit Cecylia Grześkiewicz in den nächsten vier Jahren geschah, außer dass sie auf einem Bauernhof irgendwo im Zuständigkeitsbereich des Sondergerichts in Stettin arbeitete. | ||
[[Plik:MlodziezWaerthegau.jpg|alt=Deutsche Jugendliche|mały|Jugendlichen von Warthegau (Quelle: Eigenes Work beim Nutzen der Fotos aus dem Familienarchiv)]] | |||
Im Jahr 1943 war das Gericht in Stettin für das Gebiet ihres Heimatortes zuständig, so dass es möglich ist, dass sie das Dorf gar nicht verlassen hat. | Im Jahr 1943 war das Gericht in Stettin für das Gebiet ihres Heimatortes zuständig, so dass es möglich ist, dass sie das Dorf gar nicht verlassen hat. | ||
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Aus den Akten geht nicht hervor, wie sie ermordet wurde: durch Erhängen oder Enthauptung mit der Guillotine. | Aus den Akten geht nicht hervor, wie sie ermordet wurde: durch Erhängen oder Enthauptung mit der Guillotine. | ||
[[Plik:4.jpg|alt=Das Leben im Warthegau|mały|Das Leben im Warthegau]] | |||
Cecylia Grześkiewicz hinterlässt ihre Eltern Marianna und Stanisław. Ich habe ihre Gräber nicht finden können. Cecylia ruht wahrscheinlich in einem Massengrab auf dem Friedhof Plötzensee, in der Abteilung "Kriegsgräberstätte". In ihrer Heimatstadt Gadów (Woiwodschaft Wielkopolskie / Großpolen, Kreis Kalisz) wohnen heutzutage unter 300 Personen. | |||
[[Plik:Tablica Ploetzensee.png|alt=Eine unbekannte Frau - Hinrichtungsraum in Plötzensee|mały|Gedenktafel am Massengrab auf dem Friedhof und Hinrightungsraum in Plötzensee (Quelle: Eigenes Work)]] | |||
Cecilia war zwei Jahre älter als meine Großmutter, die als Jugendliche in demselben grauenhaften Warthegau lebte. Meine Großmutter erzählte manchmal von der Zeit, die sie als landwirtschaftliche Zwangsarbeiterin verbrachte. Die Erinnerung an den Hunger, den sie dort erlebte ("die Schweine haben besser gegessen als ich"), hat sie nachhaltig geprägt - zu sagen, dass sie nahrhaft gekocht hat, ist ein leeres Wort. Sie hat hart gekochte Eier mit Butter bestrichen, weil Mayonnaise ihr zu dünn war. Auf die Frage, wie sie ihren Cholesterinspiegel senken könne, antwortete sie stets: "Ich habe mich bei der Bauern ausgehungert, das mache ich nicht noch einmal. | |||
Meine Lieblingsgeschichte von der Großmutter handelt von einem illegalen Sonntagsausflug nach Poznań. Ein Nachbar hat sie dort gesehen und hätte sie anzeigen können. | |||
Sie hätte Cecilia im Stettiner Sondergericht treffen können. | |||
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[[Cecylia Grześkiewicz PL|Beitrag über Cecylia Grześkiewicz auf Polnisch]] | |||
# [[Plik:Krzyz.jpg|alt=Friedhof Plötzensee|mały|Kreuz auf dem Friedhof Plötzensee]]Satellitenbild: Cecilias Heimatdorf aus der Vogelperspektive (źródło: mapy.cz) | |||
Wersja z 18:18, 30 sty 2024
Autorin: Marta QB
Das Leben und der Tod
Cecylia Grześkiewicz wurde am 10.8.1924 in dem Dorf Gadów (Godów) bei Turek in Grosspolen geboren.
Als sie 15 Jahre alt war, wurde das Dorf nach zwölftägigen Kämpfen schließlich von der Nazi-Armee besetzt. Die Einwohner fanden sich im Wartheland wieder, das von einem völkermörderischen Regime beherrscht wurde. Bald begannen auch die Deportationen nach Deutschland zur Arbeit.
Es ist nicht bekannt, was mit Cecylia Grześkiewicz in den nächsten vier Jahren geschah, außer dass sie auf einem Bauernhof irgendwo im Zuständigkeitsbereich des Sondergerichts in Stettin arbeitete.
Im Jahr 1943 war das Gericht in Stettin für das Gebiet ihres Heimatortes zuständig, so dass es möglich ist, dass sie das Dorf gar nicht verlassen hat.
Am 21. Oktober verurteilte das Sondergericht in Stettin Cecylia wegen Brandstiftung in einem Artikel über "Schädlinge der Nation" zum Tode. Was hat sie angezündet ist mir noch nicht klar.
Sie wurde ins Gefängnis in Berlin-Plötzensee geschickt. Dort wurden die Verurteilten manchmal nur wenige Tage vor ihrer Hinrichtung zu Einzelhaft verurteilt. Die im Erdgeschoss gelegenen Todeszellen waren eng und sehr kalt. Der November kam.
Am 25. November 1943 um 16:30 Uhr wurde Cecylia Grześkiewicz ermordet.
Aus den Akten geht nicht hervor, wie sie ermordet wurde: durch Erhängen oder Enthauptung mit der Guillotine.
Cecylia Grześkiewicz hinterlässt ihre Eltern Marianna und Stanisław. Ich habe ihre Gräber nicht finden können. Cecylia ruht wahrscheinlich in einem Massengrab auf dem Friedhof Plötzensee, in der Abteilung "Kriegsgräberstätte". In ihrer Heimatstadt Gadów (Woiwodschaft Wielkopolskie / Großpolen, Kreis Kalisz) wohnen heutzutage unter 300 Personen.
Cecilia war zwei Jahre älter als meine Großmutter, die als Jugendliche in demselben grauenhaften Warthegau lebte. Meine Großmutter erzählte manchmal von der Zeit, die sie als landwirtschaftliche Zwangsarbeiterin verbrachte. Die Erinnerung an den Hunger, den sie dort erlebte ("die Schweine haben besser gegessen als ich"), hat sie nachhaltig geprägt - zu sagen, dass sie nahrhaft gekocht hat, ist ein leeres Wort. Sie hat hart gekochte Eier mit Butter bestrichen, weil Mayonnaise ihr zu dünn war. Auf die Frage, wie sie ihren Cholesterinspiegel senken könne, antwortete sie stets: "Ich habe mich bei der Bauern ausgehungert, das mache ich nicht noch einmal.
Meine Lieblingsgeschichte von der Großmutter handelt von einem illegalen Sonntagsausflug nach Poznań. Ein Nachbar hat sie dort gesehen und hätte sie anzeigen können.
Sie hätte Cecilia im Stettiner Sondergericht treffen können.
Links
Beitrag über Cecylia Grześkiewicz auf Polnisch
- Satellitenbild: Cecilias Heimatdorf aus der Vogelperspektive (źródło: mapy.cz)