Marianna Pietrzak (DE): Różnice pomiędzy wersjami
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Projekt "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee" | |||
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'''Autorinnen: Aleksandra Puciłowska & Katarzyna Kalin''' | |||
== Das Leben und der Tod == | == Das Leben und der Tod == | ||
Marianna Pietrzak (geb. Łaszkiewicz) wurde am 16. Mai 1900 in Stanisławów (Gemeinde Wysokie) geboren. Sie bewirtschaftete mit ihrem Mann Stanisław Pietrzak (geboren am 12. April 1897 in Pogorzałki) einen Bauernhof. Sie wurde verhaftet und zum Tode verurteilt, weil sie einem sowjetischen Flüchtling entflohenen Gefangenen Fjodor Azar geholfen hatte. Er entkam einem Eisenbahntransport von Häftlingen und versteckte sich etwa zwei Monate lang im Bezirk Konin. Er wurde im November 1941 (aufgrund einer Denunziation) verhaftet, was zu Repressionen unter der örtlichen Bevölkerung führte, die ihm half. | Geboren am 16. Mai 1900 in Stanisławów (Gemeinde Wysokie). Hingerichtet am 22. September 1942 in Berlin-Plötzensee. [[File:2 Zbierska by Krenz.jpg|alt=Bild von Anna Krenz, Februar 2024|thumb|Stückchen Brot; Bild von Anna Krenz, Januar 2024]] | ||
"Marianna Pietrzak (geb. Łaszkiewicz) wurde am 16. Mai 1900 in Stanisławów (Gemeinde Wysokie) geboren. Sie bewirtschaftete mit ihrem Mann Stanisław Pietrzak (geboren am 12. April 1897 in Pogorzałki) einen Bauernhof. Sie wurde verhaftet und zum Tode verurteilt, weil sie einem sowjetischen Flüchtling entflohenen Gefangenen Fjodor Azar geholfen hatte. Er entkam einem Eisenbahntransport von Häftlingen und versteckte sich etwa zwei Monate lang im Bezirk Konin. Er wurde im November 1941 (aufgrund einer Denunziation) verhaftet, was zu Repressionen unter der örtlichen Bevölkerung führte, die ihm half. | |||
Zusammen mit Weronika Augustyniak, Leokadia Zbierska und Agnieszka Łaszkiewicz wurde Marianna dafür verhaftet. Auch Mariannas Ehemann wurde wegen der gleichen Tat eingesperrt, im Prozess jedoch freigesprochen. Das Gericht entschied, dass es nicht bewiesen werden könne, dass er Fjodor Asarow als sowjetischen Gefangenen anerkenne. Im Gegensatz zu Marianna sprach er nicht mit ihm und sah ihn nur für einen Moment im Hof. | Zusammen mit Weronika Augustyniak, Leokadia Zbierska und Agnieszka Łaszkiewicz wurde Marianna dafür verhaftet. Auch Mariannas Ehemann wurde wegen der gleichen Tat eingesperrt, im Prozess jedoch freigesprochen. Das Gericht entschied, dass es nicht bewiesen werden könne, dass er Fjodor Asarow als sowjetischen Gefangenen anerkenne. Im Gegensatz zu Marianna sprach er nicht mit ihm und sah ihn nur für einen Moment im Hof. | ||
Marianna wurde am 28. Mai 1942 vom Volksgerichtshof der Schädigung des Reichswohls und der Feindbegünstigung für schuldig befunden. In seiner Begründung stellte das Gericht fest, dass sie bei dem Gespräch mit Fjodor ihn als entflohenen Gefangenen erkannt haben müsse. Er sollte eine sowjetische Uniform tragen und mit ihr auf Russisch kommunizieren. Marianna selbst gab nicht zu, dass sie ihn als Russen erkannte. | Marianna wurde am 28. Mai 1942 vom Volksgerichtshof der Schädigung des Reichswohls und der Feindbegünstigung für schuldig befunden. In seiner Begründung stellte das Gericht fest, dass sie bei dem Gespräch mit Fjodor ihn als entflohenen Gefangenen erkannt haben müsse. Er sollte eine sowjetische Uniform tragen und mit ihr auf Russisch kommunizieren. Marianna selbst gab nicht zu, dass sie ihn als Russen erkannte. | ||
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Sie wurde am 22. September 1942 im Gefängnis Plötzensee im Alter von 42 Jahren hingerichtet." | |||
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Beitrag gefertigt vor, während und nach dem Workshop "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee" am 20.01.2024 Das Projekt ist gefördert von der Stiftung EVZ (Erinnerung Verantwortung Zukunft). | |||
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Beitrag gefertigt vor, während und nach dem Workshop "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee" am 20.01.2024. | |||
Das Projekt ist gefördert von der Stiftung EVZ (Erinnerung Verantwortung Zukunft). | |||
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Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen | Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen trägt Polkopedia die Verantwortung. | ||
Aktualna wersja na dzień 21:50, 1 kwi 2024
Projekt "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee"
Autorinnen: Aleksandra Puciłowska & Katarzyna Kalin
Das Leben und der Tod
Geboren am 16. Mai 1900 in Stanisławów (Gemeinde Wysokie). Hingerichtet am 22. September 1942 in Berlin-Plötzensee.
"Marianna Pietrzak (geb. Łaszkiewicz) wurde am 16. Mai 1900 in Stanisławów (Gemeinde Wysokie) geboren. Sie bewirtschaftete mit ihrem Mann Stanisław Pietrzak (geboren am 12. April 1897 in Pogorzałki) einen Bauernhof. Sie wurde verhaftet und zum Tode verurteilt, weil sie einem sowjetischen Flüchtling entflohenen Gefangenen Fjodor Azar geholfen hatte. Er entkam einem Eisenbahntransport von Häftlingen und versteckte sich etwa zwei Monate lang im Bezirk Konin. Er wurde im November 1941 (aufgrund einer Denunziation) verhaftet, was zu Repressionen unter der örtlichen Bevölkerung führte, die ihm half.
Zusammen mit Weronika Augustyniak, Leokadia Zbierska und Agnieszka Łaszkiewicz wurde Marianna dafür verhaftet. Auch Mariannas Ehemann wurde wegen der gleichen Tat eingesperrt, im Prozess jedoch freigesprochen. Das Gericht entschied, dass es nicht bewiesen werden könne, dass er Fjodor Asarow als sowjetischen Gefangenen anerkenne. Im Gegensatz zu Marianna sprach er nicht mit ihm und sah ihn nur für einen Moment im Hof.
Marianna wurde am 28. Mai 1942 vom Volksgerichtshof der Schädigung des Reichswohls und der Feindbegünstigung für schuldig befunden. In seiner Begründung stellte das Gericht fest, dass sie bei dem Gespräch mit Fjodor ihn als entflohenen Gefangenen erkannt haben müsse. Er sollte eine sowjetische Uniform tragen und mit ihr auf Russisch kommunizieren. Marianna selbst gab nicht zu, dass sie ihn als Russen erkannte.
Sie wurde am 22. September 1942 im Gefängnis Plötzensee im Alter von 42 Jahren hingerichtet."
Nach: https://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/totenbuch/recherche/person/pietrzak-marianna
Gedenken
Marianna wurde auf einer Gedenktafel im Dorf Borki gedacht, die von einem der Bewohner dieses Dorfes, Janusz Gruberski, gestiftet wurde. Dieses Denkmal erinnert auch an Mieczysław Adamczyk, Józef Adamczyk, Weronika Augustyniak, Józef Augustyniak, Piotr Kiciński, Dominika Kujawa, Agnieszka Łaszkiewicz, Zenon Łaszkiewicz, Leokadia Zbierska, Kazimierz Różycki, Wacław Stasiak, Władysław Wałowski und Feliks Gruberski.
Während des Workshops schrieb und inszenierte die Autorin des Beitrags über Agnieszka Łaszkiewicz, Ewelina Jaworska, eine Theateretüde über Agnieszka und ihren Sohn Zenon; viele Workshopteilnehmer beteiligten sich an der Etüde; Es wurde von Marzena Zajączkowska fotografiert und gefilmt.
Katarzyna Kalin zeichnete ein Bild, das das widerspiegelte, was die Workshop-Teilnehmer das Schicksal von vier Frauen, zwei Männern und einem kleinen Jungen aus dem Dorf Borki nannten: Für eine Scheibe Brot auf die Guillotine.
Elżbieta Kargol schreibt Gedichte über Polinnen aus Plötzensee.
Links
https://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/totenbuch/recherche/person/pietrzak-marianna
Förderung
Beitrag gefertigt vor, während und nach dem Workshop "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee" am 20.01.2024.
Das Projekt ist gefördert von der Stiftung EVZ (Erinnerung Verantwortung Zukunft).
Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen trägt Polkopedia die Verantwortung.