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Mirosława Kocowa, geb. 31. Januar 1908, Stanisławów, hingerichtet am 16. Februar 1943 in Berlin-Plötzensee
Projekt "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee"


'''Autorin: Julia Szenwald'''
== Projekt "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee" ==
[[Polinnen im Gefängnis Plötzensee|Beschreibung des Projekts]]
[[Polinnen im Gefängnis Plötzensee|Beschreibung des Projekts]]


[[Polkopedia Workshop 2|Beschreibung des Workshops]]
[[Polkopedia Workshop 2|Beschreibung des Workshops]]
[[File:2 Kocowa by Krenz.jpg|alt=Mirosława Kocowa, Bild von Anna Krenz, Februar 2024|thumb|Mirosława Kocowa, Bild von Anna Krenz, Februar 2024]]
'''Autorin: Julia Szenwald'''


== Mirosława Kocowa ==
== Mirosława Kocowa ==
Mirosława Kocowa, geb. Byczyniak, Kriegs-Pseudonyme  “Anastazja” i “Sławka”, war eine gelernte Buchhalterin, wohnte in Warschau (Warszawa), arbeitete in einer Bank. Sie war eine Verbindungsperson (Botin) der Außenstelle "Z" der Heimatarmee zwischen Berlin und Warschau. Sie gehörte der Organizacja Wojskowa Związek Jaszczurczy (OWZJ, genannt auch Związek Jaszczurczy) Eidechsenverband; polnische Widerstandorganisation, gegründet von der nationalistischen Gruppierungen, die 1939–1942 tätig war. Hierhin gehörten im 3. Reich Mirosława Kocowa, [[Halina Konieczna (DE)|Halina Konieczna]] i Wanda Węgierska.
Geboren am 31. Januar 1908 in Stanisławów. Hingerichtet am 16. Februar 1943 in Berlin-Plötzensee.
 
Mirosława Kocowa, geb. Byczyniak, Kriegs-Pseudonyme  “Anastazja” und “Sławka”, war eine gelernte Buchhalterin, wohnte in Warschau (Warszawa), arbeitete in einer Bank. Kocowa gehörte zu den polnischen Frauen, die direkt mit dem polnischen Untergrund zusammenarbeiteten, u.a. war sie als Botin tätig, die Verbindung der Außenstelle "Z" der Heimatarmee zwischen Berlin und Warschau herstellte. Sie wirkte im militärischen Widerstand mit und gehörte der Militärorganisation Związek Jaszczurczy (OWZJ, dt. Eidechsenverband) an, die 1939 von nationalistisch orientierten Gruppierungen gegründet wurde und als eigenständige Organisation bis 1942 bestand. Hierzu gehörten ausser Mirosława Kocowa, [[Halina Konieczna (DE)|Halina Konieczna]],  [[Nina Veith|Henryka (Nina) Veith]] i Wanda Węgierska – alle nach einer Denunziazion in Plötzensee hingerichtet. Diese Denunziation, die Anfang 1942 stattfand, hatte für den Eidechsenverband schwere Folgen: Die Gruppierung zerfiel und die übrig gebliebenen Mitglieder gingen in der drittstarken Untergrundorganisation Nationale Streitkräfte (NZS) auf, die sich zu dem
 
Kocowa wurde vom Reichskriegsgericht am 6. XI. 1942 zum Tode verurteilt und am 16. II. 1943 in Plötzensee hingerichtet.  


Sie gehörte zu den polnischen Frauen, die direkt mit dem polnischen Untergrund zusammenarbeiteten. Sie engagierte sich in den Nationalen Streitkräften (NSZ), einer antinazistischen und antikommunistischen Gruppierung, und gehörte dem Nachrichtendienst an, der für den Bereich Berlin Tegel zuständig war. Kocowa war Botin zwischen Berlin und der Zentrale in Warschau. Die Berliner Gruppe wurde von Kollaborateuren denunziert und ihre Mitglieder wurden am 18. II. 1942 verhaftet. Vom Reichskriegsgericht am 6. XI. 1942 zum Tode verurteilt, wurde Kocowa am 16. II. 1943 in Plötzensee hingerichtet. Leider fungiert sie als historische Figur nur als Ergänzung zu den Biographien anderer Männer, nie als eigenständige Person.
Leider fungiert sie als historische Figur nur als Ergänzung zu den Biografien anderer Männer, nie als eigenständige Person.


Mirosława Kocowa befindet sich auf der Liste von Dr. Stieve unter der Nr. 72. Mehr über Dr. Stieve siehe z.B. in den Beiträgen über [[Weronika Augustyniak]] oder [[Janina Mertyn (DE)|Janina Mertyn]].   
Mirosława Kocowa befindet sich auf der Liste von Dr. Stieve unter der Nr. 72. Mehr über Dr. Stieve siehe: Beiträgen über [[Weronika Augustyniak]] oder [[Janina Mertyn (DE)|Janina Mertyn]].   


== Persönliches zum Gedicht ==
== Persönliches zum Gedicht ==
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ich schaue  
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der Qual ins Gesicht  
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die Stille der Landschaft
die Stille der Landschaft
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[http://www.stiftung-evz.de www.stiftung-evz.de]
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Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Projektleiterinnen die Verantwortung.
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Latest revision as of 09:04, 31 March 2024

Projekt "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee"

Beschreibung des Projekts

Beschreibung des Workshops

Mirosława Kocowa, Bild von Anna Krenz, Februar 2024
Mirosława Kocowa, Bild von Anna Krenz, Februar 2024

Autorin: Julia Szenwald

Mirosława Kocowa

Geboren am 31. Januar 1908 in Stanisławów. Hingerichtet am 16. Februar 1943 in Berlin-Plötzensee.

Mirosława Kocowa, geb. Byczyniak, Kriegs-Pseudonyme “Anastazja” und “Sławka”, war eine gelernte Buchhalterin, wohnte in Warschau (Warszawa), arbeitete in einer Bank. Kocowa gehörte zu den polnischen Frauen, die direkt mit dem polnischen Untergrund zusammenarbeiteten, u.a. war sie als Botin tätig, die Verbindung der Außenstelle "Z" der Heimatarmee zwischen Berlin und Warschau herstellte. Sie wirkte im militärischen Widerstand mit und gehörte der Militärorganisation Związek Jaszczurczy (OWZJ, dt. Eidechsenverband) an, die 1939 von nationalistisch orientierten Gruppierungen gegründet wurde und als eigenständige Organisation bis 1942 bestand. Hierzu gehörten ausser Mirosława Kocowa, Halina Konieczna, Henryka (Nina) Veith i Wanda Węgierska – alle nach einer Denunziazion in Plötzensee hingerichtet. Diese Denunziation, die Anfang 1942 stattfand, hatte für den Eidechsenverband schwere Folgen: Die Gruppierung zerfiel und die übrig gebliebenen Mitglieder gingen in der drittstarken Untergrundorganisation Nationale Streitkräfte (NZS) auf, die sich zu dem

Kocowa wurde vom Reichskriegsgericht am 6. XI. 1942 zum Tode verurteilt und am 16. II. 1943 in Plötzensee hingerichtet.

Leider fungiert sie als historische Figur nur als Ergänzung zu den Biografien anderer Männer, nie als eigenständige Person.

Mirosława Kocowa befindet sich auf der Liste von Dr. Stieve unter der Nr. 72. Mehr über Dr. Stieve siehe: Beiträgen über Weronika Augustyniak oder Janina Mertyn.

Persönliches zum Gedicht

Ich bin mit dem Gedicht nicht ganz zufrieden, es scheint mir nicht ganz gelungen zu sein, aber die Idee war, Mirosława Kocowa als lyrisches Subjekt, als eine Frau darzustellen, die sich der Sache verschrieben hat, die Angst hat, aber den Repressionen erhobenen Hauptes gegenübersteht und vor allem bis zum Schluss an den Sieg und die Richtigkeit der Sache glaubt, für die sie kämpft.

Gedicht

die Stille der Landschaft

hallt dumpf wider

es gibt nur Schnee

und diese glänzende Klinge

der Augenblick ist gleich

vorüber

Blut wird die Hände beflecken

die Menschlichkeit ist dahin

ich schaue

der Qual ins Gesicht

die Stille der Landschaft

hallt dumpf wider

die Wasserfläche bleibt unerbittlich

regungslos

Warten wird mich auslöschen

doch mein Gedanke

wird nie

verglimmen

die Stille der Landschaft

hallt dumpf wider

mit erhobenem Haupt

werde ich mich

der Ungerechtigkeit stellen

und am nächsten Tag

taucht die Welt

in grenzenlose Freiheit

Übersetzt von Dorota Cygan

Links und Quellen

https://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/totenbuch/recherche/person/kocowa-miroslawa

https://www.nsz.com.pl/z-kart-historii-wywiadu-qzachodq-zj-i-nsz/

Förderung[edytuj | edytuj kod][edytuj | edytuj kod]

Gefördert durch EVZ Beitrag gefertigt vor, während und nach dem Workshop "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee" am 20.01.2024

Das Projekt ist gefördert von der Stiftung EVZ (Erinnerung Verantwortung Zukunft).

www.stiftung-evz.de

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