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Projekt "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee" | |||
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'''Autorinnen: Aleksandra Puciłowska & Katarzyna Kalin''' | '''Autorinnen: Aleksandra Puciłowska & Katarzyna Kalin''' | ||
== | == Leben und Tod == | ||
Leokadia Zbierska, geboren am 22. Juli 1917, hingerichtet am 22. August 1942 im Gefängnis Berlin-Plötzensee | |||
'''Leokadia Zbierska (geb. Stasiak)''' wurde am 22. Juli 1917 in Gabelfeld geboren. Sie lebte im Dorf Borki (Kreis Konin). Verhaftet wurde sie [[File:2 Zbierska by Krenz.jpg|alt=Bild von Anna Krenz, Februar 2024|thumb|Stückchen Brot; Bild von Anna Krenz, Januar 2024]]<nowiki/>am 29. November 1941, weil sie einem sowjetischen Flüchtling, dem 26-jährigen Fjodor Asarow, geholfen hatte. Sie wurde wegen Begünstigung des Feindes zum Tode verurteilt und am 22. August 1942 im Gefängnis Plötzensee hingerichtet. An sie erinnert eine Gedenktafel im Dorf Borki, die von einem der Einwohner dieses Dorfes, Janusz Gruberski, gestiftet wurde. Diese Gedenktafel erinnert auch an Mieczysław Adamczyk, Józef Adamczyk, Weronika Augustyniak, Józef Augustyniak, Piotr Kiciński, Dominika Kujawa, Agnieszka Łaszkiewicz, Zenon Łaszkiewicz, Marianna Pietrzak, Kazimierz Różycki, Wacław Stasiak, Władysław Wałowski, Leokadia Zbierska und Feliks Gruberski. | |||
'''Leokadia Zbierska (geb. Stasiak)''' wurde am 22. Juli 1917 in Gabelfeld geboren. Sie lebte im Dorf Borki (Kreis Konin). Verhaftet wurde sie am 29. November 1941, weil sie einem sowjetischen Flüchtling, dem 26-jährigen Fjodor Asarow, geholfen hatte. Sie wurde wegen Begünstigung des | |||
Während des Gerichtsprozesses wurde Leokadia beschuldigt, dem Feind Deutschlands geholfen zu haben. Ihre Schuld bestand darin, Fjodor Asarow Brot gegeben und Unterkunft gewährt zu haben. Die Angeklagte selbst bat schriftlich um ein milderes Urteil mit der Begründung, sie habe eine fünfjährige Tochter und einen kranken Ehemann. Sie erklärte auch, ihr sei es nicht bewusst gewesen, dass ihre Handlungen das deutsche Volk treffen würden. Sie habe einfach Mitleid mit dem Mann gehabt und ihm ein Stück Brot gegeben. Sie behauptete auch, nichts davon gewusst zu haben, dass der Flüchtling in ihrem Schuppen schlief. Das Gericht hat ihren Antrag nicht berücksichtigt und sie mit Urteil vom 27. Mai 1942 zum Tode verurteilt. | Während des Gerichtsprozesses wurde Leokadia beschuldigt, dem Feind Deutschlands geholfen zu haben. Ihre Schuld bestand darin, Fjodor Asarow Brot gegeben und Unterkunft gewährt zu haben. Die Angeklagte selbst bat schriftlich um ein milderes Urteil mit der Begründung, sie habe eine fünfjährige Tochter und einen kranken Ehemann. Sie erklärte auch, ihr sei es nicht bewusst gewesen, dass ihre Handlungen das deutsche Volk treffen würden. Sie habe einfach Mitleid mit dem Mann gehabt und ihm ein Stück Brot gegeben. Sie behauptete auch, nichts davon gewusst zu haben, dass der Flüchtling in ihrem Schuppen schlief. Das Gericht hat ihren Antrag nicht berücksichtigt und sie mit Urteil vom 27. Mai 1942 zum Tode verurteilt. | ||
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Das Urteil wurde am 22. August 1942 im Gefängnis Plötzensee vollgestreckt. Leokadia war 25 Jahre alt. | Das Urteil wurde am 22. August 1942 im Gefängnis Plötzensee vollgestreckt. Leokadia war 25 Jahre alt. | ||
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== Andenken == | == Andenken == | ||
An Leokadia Zbierska erinnert eine Gedenktafel im Dorf Borki, die von einem der Einwohner des Dorfes, Janusz Gruberski, gestiftet wurde. Diese Gedenktafel erinnert auch an Mieczysław Adamczyk, Józef Adamczyk, Weronika Augustyniak, Józef Augustyniak, Piotr Kiciński, Dominika Kujawa, Agnieszka Łaszkiewicz und ihren Sohn Zenon ,Marianna Pietrzak, Kazimierz Różycki, Wacław Stasiak, Władysław Wałowski und Feliks Gruberski. | An Leokadia Zbierska erinnert eine Gedenktafel im Dorf Borki, die von einem der Einwohner des Dorfes, Janusz Gruberski, gestiftet wurde. Diese Gedenktafel erinnert auch an Mieczysław Adamczyk, Józef Adamczyk, Weronika Augustyniak, Józef Augustyniak, Piotr Kiciński, Dominika Kujawa, Agnieszka Łaszkiewicz und ihren Sohn Zenon, Marianna Pietrzak, Kazimierz Różycki, Wacław Stasiak, Władysław Wałowski und Feliks Gruberski. | ||
Während des Workshops schrieb und inszenierte Ewelina Jaworska, Autorin des Eintrags über [[Agnieszka Łaszkiewicz (DE)|Agnieszka Łaszkiewicz]], eine Theateretüde über Agnieszka und ihren Sohn Zenon; sie zeigt die Bewohner des Dorfes Borki. Viele Workshop-Teilnehmer nahmen an der Etüde teil; sie wurde von Marzena Zajączkowska fotografiert und gefilmt. | Während des Workshops schrieb und inszenierte Ewelina Jaworska, Autorin des Eintrags über [[Agnieszka Łaszkiewicz (DE)|Agnieszka Łaszkiewicz]], eine Theateretüde über Agnieszka und ihren Sohn Zenon; sie zeigt die Bewohner des Dorfes Borki. Viele Workshop-Teilnehmer nahmen an der Etüde teil; sie wurde von Marzena Zajączkowska fotografiert und gefilmt. | ||
Katarzyna Kalin zeichnete ein Bild, das das widerspiegelt, was die Workshop-Teilnehmer als das Schicksal von vier Frauen, zwei Männern und einem kleinen Jungen aus dem Dorf Borki bezeichneten: | Katarzyna Kalin zeichnete ein Bild, das das widerspiegelt, was die Workshop-Teilnehmer als das Schicksal von vier Frauen, zwei Männern und einem kleinen Jungen aus dem Dorf Borki bezeichneten: Für eine Scheibe Brot - zur Guillotine. Elżbieta Kargol schreibt Gedichte über die polnischen Frauen von Plötzense. | ||
== Förderung == | |||
Beitrag gefertigt vor, während und nach dem Workshop "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee" am 20.01.2024 | |||
Das Projekt ist gefördert von der Stiftung EVZ (Erinnerung Verantwortung Zukunft). | |||
[http://www.stiftung-evz.de www.stiftung-evz.de] | |||
Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Projektleiterinnen die Verantwortung. | |||
Aktualna wersja na dzień 10:07, 29 mar 2024
Projekt "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee"
Autorinnen: Aleksandra Puciłowska & Katarzyna Kalin
Leben und Tod
Leokadia Zbierska, geboren am 22. Juli 1917, hingerichtet am 22. August 1942 im Gefängnis Berlin-Plötzensee
Leokadia Zbierska (geb. Stasiak) wurde am 22. Juli 1917 in Gabelfeld geboren. Sie lebte im Dorf Borki (Kreis Konin). Verhaftet wurde sie
am 29. November 1941, weil sie einem sowjetischen Flüchtling, dem 26-jährigen Fjodor Asarow, geholfen hatte. Sie wurde wegen Begünstigung des Feindes zum Tode verurteilt und am 22. August 1942 im Gefängnis Plötzensee hingerichtet. An sie erinnert eine Gedenktafel im Dorf Borki, die von einem der Einwohner dieses Dorfes, Janusz Gruberski, gestiftet wurde. Diese Gedenktafel erinnert auch an Mieczysław Adamczyk, Józef Adamczyk, Weronika Augustyniak, Józef Augustyniak, Piotr Kiciński, Dominika Kujawa, Agnieszka Łaszkiewicz, Zenon Łaszkiewicz, Marianna Pietrzak, Kazimierz Różycki, Wacław Stasiak, Władysław Wałowski, Leokadia Zbierska und Feliks Gruberski.
Während des Gerichtsprozesses wurde Leokadia beschuldigt, dem Feind Deutschlands geholfen zu haben. Ihre Schuld bestand darin, Fjodor Asarow Brot gegeben und Unterkunft gewährt zu haben. Die Angeklagte selbst bat schriftlich um ein milderes Urteil mit der Begründung, sie habe eine fünfjährige Tochter und einen kranken Ehemann. Sie erklärte auch, ihr sei es nicht bewusst gewesen, dass ihre Handlungen das deutsche Volk treffen würden. Sie habe einfach Mitleid mit dem Mann gehabt und ihm ein Stück Brot gegeben. Sie behauptete auch, nichts davon gewusst zu haben, dass der Flüchtling in ihrem Schuppen schlief. Das Gericht hat ihren Antrag nicht berücksichtigt und sie mit Urteil vom 27. Mai 1942 zum Tode verurteilt.
Das Urteil wurde am 22. August 1942 im Gefängnis Plötzensee vollgestreckt. Leokadia war 25 Jahre alt.
Links
Andenken
An Leokadia Zbierska erinnert eine Gedenktafel im Dorf Borki, die von einem der Einwohner des Dorfes, Janusz Gruberski, gestiftet wurde. Diese Gedenktafel erinnert auch an Mieczysław Adamczyk, Józef Adamczyk, Weronika Augustyniak, Józef Augustyniak, Piotr Kiciński, Dominika Kujawa, Agnieszka Łaszkiewicz und ihren Sohn Zenon, Marianna Pietrzak, Kazimierz Różycki, Wacław Stasiak, Władysław Wałowski und Feliks Gruberski.
Während des Workshops schrieb und inszenierte Ewelina Jaworska, Autorin des Eintrags über Agnieszka Łaszkiewicz, eine Theateretüde über Agnieszka und ihren Sohn Zenon; sie zeigt die Bewohner des Dorfes Borki. Viele Workshop-Teilnehmer nahmen an der Etüde teil; sie wurde von Marzena Zajączkowska fotografiert und gefilmt.
Katarzyna Kalin zeichnete ein Bild, das das widerspiegelt, was die Workshop-Teilnehmer als das Schicksal von vier Frauen, zwei Männern und einem kleinen Jungen aus dem Dorf Borki bezeichneten: Für eine Scheibe Brot - zur Guillotine. Elżbieta Kargol schreibt Gedichte über die polnischen Frauen von Plötzense.
Förderung
Beitrag gefertigt vor, während und nach dem Workshop "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee" am 20.01.2024
Das Projekt ist gefördert von der Stiftung EVZ (Erinnerung Verantwortung Zukunft).
Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Projektleiterinnen die Verantwortung.