Dora Diamant: Różnice pomiędzy wersjami
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Sie war die Tochter von Hersz Aron Diament, einem erfolgreichen chassidischen Kleinunternehmer. Nach dem Tod ihrer Mutter, Frajda Fridl Diament, 1912 zog die Familie nach Będzin an der deutsch-polnischen Grenze. Sie machte eine Ausbildung als Kindergärtnerin in Krakau und zog im Alter von 21 Jahren nach Berlin, wo sie beim Jüdischen Volksheim arbeitete. | Sie war die Tochter von Hersz Aron Diament, einem erfolgreichen chassidischen Kleinunternehmer. Nach dem Tod ihrer Mutter, Frajda Fridl Diament, 1912 zog die Familie nach Będzin an der deutsch-polnischen Grenze. Sie machte eine Ausbildung als Kindergärtnerin in Krakau und zog im Alter von 21 Jahren nach Berlin, wo sie beim Jüdischen Volksheim arbeitete. | ||
[[Plik:KafkasLetzteWohnung.jpg|alt=Kafkas letzte Wohnung; Marmortafel vorne, die metallne befindet sich sietlich, links von der Eingangstreppe|mały|Kafkas letzte Wohnung; Marmortafel vorne, die metallne befindet sich | [[Plik:KafkasLetzteWohnung.jpg|alt=Kafkas letzte Wohnung; Marmortafel vorne, die metallne befindet sich sietlich, links von der Eingangstreppe|mały|Kafkas letzte Wohnung; Marmortafel vorne, die metallne befindet sich seitlich, links von der Eingangstreppe]] | ||
Mit 25 Jahren lernte sie 1923 im Ostsee-Bad Graal Müritz den 15 Jahre älteren Franz Kafka. Sie arbeitete dort als Betreuerin einer Ferienkolonie des Volksheims. Schon im September bezogen sie zusammen eine Wohnung in Berlin-Steglitz, Grunewaldstraße 13, aber schon zwei Monate später müssten sie nochmals umziehen. Sie wohnten dann Zehlendorf in der Heidestr 25-26 (heute Busseallee 7-9). ''Die neue Wohnung'', schreibt Kafka an seine Schwester, ''ist ausserordentlich schön. Hat zwei Zimmer, Zentralheizung, elektrisches Licht und Telefon.'' | Mit 25 Jahren lernte sie 1923 im Ostsee-Bad Graal Müritz den 15 Jahre älteren Franz Kafka. Sie arbeitete dort als Betreuerin einer Ferienkolonie des Volksheims. Schon im September bezogen sie zusammen eine Wohnung in Berlin-Steglitz, Grunewaldstraße 13, aber schon zwei Monate später müssten sie nochmals umziehen. Sie wohnten dann Zehlendorf in der Heidestr 25-26 (heute Busseallee 7-9). ''Die neue Wohnung'', schreibt Kafka an seine Schwester, ''ist ausserordentlich schön. Hat zwei Zimmer, Zentralheizung, elektrisches Licht und Telefon.'' | ||
Aktualna wersja na dzień 15:53, 4 cze 2026
Opracowała: Ewa Maria Slaska
Sie war eine polnische Jüdin. Dora Diamant (Dworja Diament, jiddisch Dora Dymant); verheiratete Lask (* 4. März 1898 in Pabianice, Kongresspolen; † 15. August 1952 in London) war eine politische Aktivistin und Schauspielerin. Sie war die letzte Lebensgefährtin von Franz Kafka.
Sie war die Tochter von Hersz Aron Diament, einem erfolgreichen chassidischen Kleinunternehmer. Nach dem Tod ihrer Mutter, Frajda Fridl Diament, 1912 zog die Familie nach Będzin an der deutsch-polnischen Grenze. Sie machte eine Ausbildung als Kindergärtnerin in Krakau und zog im Alter von 21 Jahren nach Berlin, wo sie beim Jüdischen Volksheim arbeitete.
Mit 25 Jahren lernte sie 1923 im Ostsee-Bad Graal Müritz den 15 Jahre älteren Franz Kafka. Sie arbeitete dort als Betreuerin einer Ferienkolonie des Volksheims. Schon im September bezogen sie zusammen eine Wohnung in Berlin-Steglitz, Grunewaldstraße 13, aber schon zwei Monate später müssten sie nochmals umziehen. Sie wohnten dann Zehlendorf in der Heidestr 25-26 (heute Busseallee 7-9). Die neue Wohnung, schreibt Kafka an seine Schwester, ist ausserordentlich schön. Hat zwei Zimmer, Zentralheizung, elektrisches Licht und Telefon.
Auf dem Haus gibt es zwei Gedenktafel. Eine marmorene mit einem typischen Erinnerungstexts gespendet von der Österreichische und eine metallene mit einem Zitat von Kafka:
Die Guten gehen im gleichen Schritt .
Ohne von ihnen zu wissen
tanzen die Anderen um sie
die Tänze der Zeit.
Dora Diamant überlebta Kafka um mehrere Jahrzehne. Sie bezeichnete ihn als sinnesfreudig wie ein Tier (oder wie ein Kind), beschrieb seine Heiterkeit, Spielfreude und Lebenslust. In dieser Zeit schrieb er die Erzählung Eine kleine Frau. Heiratspläne der beiden scheiterten an dem Widerstand von Doras Vater, wohl auch wegen des Franz Kafkas Gesundheitszustand. Er hatte Lungentuberkulose und musste im April 1924 ins Sanatorium in Kierling bei Klosterneuburg (Österreich). Dora pflegte ihn dort bis zu seinem Tod am 3. Juni 1924.
Nur elf Monate dauerte die vielleicht bedeutsamste Liebesgeschichte der jüngeren Zeit. Dora Diamant, die lange Zeit Unbekannte an Kafkas Seite, verfügte über eine seltene Weite des Geistes. Als Rebellin ihrer ostjüdisch-orthodoxen Umgebung – sie floh vor dem strengen Vater in die Verheissung des ›aufgeklärten‹ Westens – behielt sie und kultivierte immer den tiefen humanitären Geschmack einer religiösen Musikalität: Das Gefühl einer unverbrüchlichen Verantwortung und das Bestreben zur Identität von Heiligem und Alltäglichem. Als Zeugin zugleich auch für dieses ›Mandat‹ Kafkas aber auch im Eintreten für eine jiddische Kultur, die ihr als Quelle dieser tiefen humannen Integrität galt, geht Doras Leben und Bedeutung weit über die kurze Zeit des Zusammenlebens mit Kafka hinaus.'[Die] Grenzzone zwischen Tradition und Moderne betraten Franz Kafka und Dora Diamant gleichsam von entgegengesetzten Seiten, und fast zur selben Zeit. (…) Als er Dora Diamant kennenlernte, begriff er sofort, dass sie eine Art Koexistenz von östlicher und westlicher Lebensweise verkörperte, die auch er sich als Lösung durchaus vorstellen konnte, obgleich das weder in ihrem noch in seinem Lebensplan vorgesehen war: eine Komplizin also.' (Aus dem Vorwort von Reiner Stach)
Kafka entschied, dass nach seinem Tod, alle seine Manuskripte vernichtet werden sollten. Ganz gegen dessen Willen behielten sowohl sein Freund, Max Brody, als auch Dora Diamant viele seine Notizheften. Bei einer Razzia der Gestapo im Jahre 1933 sind sie aus Doras Wohnung gestohlen und sind bis heute wohl im Bundesarchiv Deutschland verschollen, ebenso wie seine Briefe an sie.
Literatur
Reiner Stach, Kafka von Tag zu Tag
Kathi Diamant, Dora Diamant, Kafkas letzte Liebe
