Ewa Martynowicz (DE): Różnice pomiędzy wersjami

Z Polkopedia
Przejdź do nawigacjiPrzejdź do wyszukiwania
(Dodałam portret)
m
 
(Nie pokazano 9 wersji utworzonych przez 2 użytkowników)
Linia 1: Linia 1:
[[Plik:Bild Martynowicz.jpg|alt=Ewa Martynowicz|mały|Ewa Martynowicz]]
Ewa Martynowicz, geb. am 21. Januar 1893 in Galizien, hingerichtet am 5. April 1943 in Berlin-Plötzensee


'''Autor: Pascal Follehrer'''
Projekt "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee"


== Projekt "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee" ==
[[Polinnen im Gefängnis Plötzensee|Beschreibung des Projekts]]
[[Polinnen im Gefängnis Plötzensee|Beschreibung des Projekts]]


[[Polkopedia Workshop 2|Beschreibung des Workshops]]
[[Polkopedia Workshop 2|Beschreibung des Workshops]]
'''Autor: Pascal Follehrer'''


== Das Leben und der Tod ==
== Das Leben und der Tod ==
Geboren am 21. Januar 1893 in Raniżów, Galizien. Hingerichtet am 5. April 1943 in Berlin-Plötzensee. [[File:Bild Martynowicz.jpg|alt=Ewa Martynowicz|mały|Ewa Martynowicz |thumb]]
Ewa Martynowicz wurde am 21. Januar 1893 geboren. Sie stammt aus Raniżów in Galizien. Ewa ist die Tochter von Martin Belser und Sofie Belser, geb. Cibilow. Seit 1922 lebt sie in der Nähe von Thorn (Toruń). Sie war bis zu seinem Ableben mit Nicolaus Martynowicz verheiratet.
Ewa Martynowicz wurde am 21. Januar 1893 geboren. Sie stammt aus Raniżów in Galizien. Ewa ist die Tochter von Martin Belser und Sofie Belser, geb. Cibilow. Seit 1922 lebt sie in der Nähe von Thorn (Toruń). Sie war bis zu seinem Ableben mit Nicolaus Martynowicz verheiratet.


Die Witwe und ihre acht Kinder sind seit Juli 1940 als „Zivilarbeiter” auf dem Gut Rittersberg im Kreis Schlochau untergebracht. Dort werden auch Kriegsgefangene als Arbeitskräfte eingesetzt. Einige davon sind polnischer Herkunft. Ewa Martynowicz und besonders ihr ältester Sohn pflegen freundschaftlichen Umgang mit den Gefangenen. Um die Postkontrolle zu umgehen, lassen sich die Männer ihre Post an Ewa Martynowicz senden. Als einige der Kriegsgefangenen fliehen möchten, besprechen sie dies mit Ewa Martynowicz und ihrem ältesten Sohn. Unmittelbar vor der Flucht sorgt sie für Proviant für die Kriegsgefangenen. Die Geflohenen werden am Tag nach ihrer Flucht wieder ergriffen.
"Die Witwe und ihre acht Kinder sind seit Juli 1940 als „Zivilarbeiter” auf dem Gut Rittersberg im Kreis Schlochau untergebracht. Dort werden auch Kriegsgefangene als Arbeitskräfte eingesetzt. Einige davon sind polnischer Herkunft. Ewa Martynowicz und besonders ihr ältester Sohn pflegen freundschaftlichen Umgang mit den Gefangenen. Um die Postkontrolle zu umgehen, lassen sich die Männer ihre Post an Ewa Martynowicz senden. Als einige der Kriegsgefangenen fliehen möchten, besprechen sie dies mit Ewa Martynowicz und ihrem ältesten Sohn. Unmittelbar vor der Flucht sorgt sie für Proviant für die Kriegsgefangenen. Die Geflohenen werden am Tag nach ihrer Flucht wieder ergriffen.
[[File:Martynowicz-Dokumente.png|alt=Ewa Martynowicz, Todesdokumente|mały|Ewa Martynowicz, Todesdokumente: Anklageschrift, Urteil, Todesbericht|thumb]]
Ewa Martynowicz wurde am 21. Juli 1942 vorläufig festgenommen. Am 16. September 1942 folgte der Haftbefehlt gegen Ewa und ab dem 18. September 1942 befindet sie sich in Untersuchungshaft. Sie wird vom 4. Senat des „Volksgerichtshofs” am 15. Februar 1943 wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt und am 5. April 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet." 


Ewa Martynowicz wurde am 21. Juli 1942 vorläufig festgenommen. Am 16. September 1942 folgte der Haftbefehlt gegen Ewa und ab dem 18. September 1942 befindet sie sich in Untersuchungshaft. Sie wird vom 4. Senat des „Volksgerichtshofs” am 15. Februar 1943 wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt und am 5. April 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
Zitat nach: https://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/totenbuch/recherche/person/martynowicz-ewa


Protokoll der Urteilsvollstreckung:
Protokoll der Urteilsvollstreckung:
Linia 23: Linia 29:


Nach Feststellung der Personengleichheit der Vorgeführten mit der Verurteilten beauftragte der Vollstreckungsleiter den Scharfrichter mit der Vollstreckung. Die Verurteilte, die ruhig und gefasst war, ließ sich ohne Widerstreben auf das Fallbeilgestell legen, worauf der Scharfrichter die Enthauptung mit dem Fallbeil ausführte und sodann meldete, dass das Urteil vollstreckt sei.
Nach Feststellung der Personengleichheit der Vorgeführten mit der Verurteilten beauftragte der Vollstreckungsleiter den Scharfrichter mit der Vollstreckung. Die Verurteilte, die ruhig und gefasst war, ließ sich ohne Widerstreben auf das Fallbeilgestell legen, worauf der Scharfrichter die Enthauptung mit dem Fallbeil ausführte und sodann meldete, dass das Urteil vollstreckt sei.
 
[[File:2 Martynowicz by Krenz.jpg|alt=Bild von Anna Krenz, Februar 2024|mały|Bild von Anna Krenz, Februar 2024|thumb]]
Die Vollstreckung dauerte von der Vorführung bis zur Vollzugsmeldung 16 Sekunden.“
Die Vollstreckung dauerte von der Vorführung bis zur Vollzugsmeldung 16 Sekunden.“  


== Quellen ==
== Quellen ==
Linia 30: Linia 36:


== Förderung ==
== Förderung ==
[[Plik:Logo EVZ EL RGB DE blau-1024x414.png|alt=Logo EVZ|mały|Logo EVZ]]
Beitrag gefertigt vor, während des  Workshops "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee" am 20.01.2024  
Beitrag gefertigt vor, während des  Workshops "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee" am 20.01.2024  
Das Projekt ist gefördert von der Stiftung EVZ (Erinnerung Verantwortung Zukunft).
Das Projekt ist gefördert von der Stiftung EVZ (Erinnerung Verantwortung Zukunft).

Aktualna wersja na dzień 14:53, 28 mar 2024


Projekt "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee"

Beschreibung des Projekts

Beschreibung des Workshops

Autor: Pascal Follehrer

Das Leben und der Tod

Geboren am 21. Januar 1893 in Raniżów, Galizien. Hingerichtet am 5. April 1943 in Berlin-Plötzensee.

Ewa Martynowicz
thumb


Ewa Martynowicz wurde am 21. Januar 1893 geboren. Sie stammt aus Raniżów in Galizien. Ewa ist die Tochter von Martin Belser und Sofie Belser, geb. Cibilow. Seit 1922 lebt sie in der Nähe von Thorn (Toruń). Sie war bis zu seinem Ableben mit Nicolaus Martynowicz verheiratet.

"Die Witwe und ihre acht Kinder sind seit Juli 1940 als „Zivilarbeiter” auf dem Gut Rittersberg im Kreis Schlochau untergebracht. Dort werden auch Kriegsgefangene als Arbeitskräfte eingesetzt. Einige davon sind polnischer Herkunft. Ewa Martynowicz und besonders ihr ältester Sohn pflegen freundschaftlichen Umgang mit den Gefangenen. Um die Postkontrolle zu umgehen, lassen sich die Männer ihre Post an Ewa Martynowicz senden. Als einige der Kriegsgefangenen fliehen möchten, besprechen sie dies mit Ewa Martynowicz und ihrem ältesten Sohn. Unmittelbar vor der Flucht sorgt sie für Proviant für die Kriegsgefangenen. Die Geflohenen werden am Tag nach ihrer Flucht wieder ergriffen.

Ewa Martynowicz, Todesdokumente
thumb

Ewa Martynowicz wurde am 21. Juli 1942 vorläufig festgenommen. Am 16. September 1942 folgte der Haftbefehlt gegen Ewa und ab dem 18. September 1942 befindet sie sich in Untersuchungshaft. Sie wird vom 4. Senat des „Volksgerichtshofs” am 15. Februar 1943 wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt und am 5. April 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet."

Zitat nach: https://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/totenbuch/recherche/person/martynowicz-ewa

Protokoll der Urteilsvollstreckung:

„Um 19:14 wurde die Verurteilte, die Hände auf dem Rücken gefesselt, durch zwei Gefängnisbeamte vorgeführt. Der Scharfrichter Röttger aus Berlin stand mit seinen drei Gehilfen bereit. Anwesend war ferner:

der Gefängnisbeamte Gerichtsvollzieher Fabig.

Nach Feststellung der Personengleichheit der Vorgeführten mit der Verurteilten beauftragte der Vollstreckungsleiter den Scharfrichter mit der Vollstreckung. Die Verurteilte, die ruhig und gefasst war, ließ sich ohne Widerstreben auf das Fallbeilgestell legen, worauf der Scharfrichter die Enthauptung mit dem Fallbeil ausführte und sodann meldete, dass das Urteil vollstreckt sei.

Bild von Anna Krenz, Februar 2024
thumb

Die Vollstreckung dauerte von der Vorführung bis zur Vollzugsmeldung 16 Sekunden.“

Quellen

https://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/totenbuch/recherche/person/martynowicz-ewa

Förderung

Beitrag gefertigt vor, während des Workshops "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee" am 20.01.2024 Das Projekt ist gefördert von der Stiftung EVZ (Erinnerung Verantwortung Zukunft).

www.stiftung-evz.de

Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Projektleiterinnen die Verantwortung.