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'''Autorin: Johanna Rubinroth''' | |||
== Das Leben und der Tod == | == Das Leben und der Tod == | ||
Geboren am 22. Dezember 1921 in Bad Gottschalkowitz, Oberschlesien. Hingerichtet am 8. September 1944 in Berlin-Plötzensee. | |||
Gertrud Świerczek erblickt am 22. Dezember 1921 das Licht der Welt in Bad Gottschalkowitz, Oberschlesien. | [[File:2 Swierczek by Krenz.jpg|alt=Bild von Anna Krenz, Februar 2024|thumb|Bild von Anna Krenz, Februar 2024]] | ||
Gertrud Świerczek erblickt am 22. Dezember 1921 das Licht der Welt in Bad Gottschalkowitz, Oberschlesien. | |||
Nachdem sie die Volksschule absolviert hat, findet sie ihren Weg in die Arbeitswelt und geht verschiedenen Beschäftigungen nach, darunter die Tätigkeit als Verkäuferin und Arbeiterin in einem Eisenwerk in Salzgitter bei Braunschweig. | Nachdem sie die Volksschule absolviert hat, findet sie ihren Weg in die Arbeitswelt und geht verschiedenen Beschäftigungen nach, darunter die Tätigkeit als Verkäuferin und Arbeiterin in einem Eisenwerk in Salzgitter bei Braunschweig. | ||
Ihr Leben nimmt eine Wendung, als sie im Frühjahr 1941 Alfred Dytko begegnet, einem Mann, der ab Mai 1942 mit der polnischen Geheimorganisation Związek Walki Zbrojnej (ZWZ - Bewaffneter Kampfverband) verbunden ist. | [[File:Swierczek.jpg|alt=Johanna Rubinroth, pocztówka / Postkarte: Gertruda Świerczek|thumb|Johanna Rubinroth, pocztówka / Postkarte: Gertruda Świerczek]] | ||
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Ihr Leben nimmt eine Wendung, als sie im Frühjahr 1941 Alfred Dytko begegnet, einem Mann, der ab Mai 1942 mit der polnischen Geheimorganisation Związek Walki Zbrojnej (ZWZ - Bewaffneter Kampfverband) verbunden ist. | |||
[[File:2024 1 20 Workshop 3 .jpg|thumb|Johanna Rubinroth beim Herstellen der Collage zum Tode von Gertruda Świerczek]] | |||
In ihrer Beziehung zu Dytko wird sie zur Übermittlerin sensibler Informationen über die Herstellung von Rüstungsgütern an ihrem Arbeitsplatz. Mutig übernimmt sie auch Kurieraufgaben für ihn. | In ihrer Beziehung zu Dytko wird sie zur Übermittlerin sensibler Informationen über die Herstellung von Rüstungsgütern an ihrem Arbeitsplatz. Mutig übernimmt sie auch Kurieraufgaben für ihn. | ||
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''geboren:22. XII. 1921 in Bad Gottschalkowitz (Goczałkowice-Zdrój)'' | ''geboren:22. XII. 1921 in Bad Gottschalkowitz (Goczałkowice-Zdrój)'' | ||
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Die Brüder an der Front | Die Brüder an der Front | ||
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Aktualna wersja na dzień 11:41, 3 maj 2024
Projekt "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee"
Autorin: Johanna Rubinroth
Das Leben und der Tod
Geboren am 22. Dezember 1921 in Bad Gottschalkowitz, Oberschlesien. Hingerichtet am 8. September 1944 in Berlin-Plötzensee.
Gertrud Świerczek erblickt am 22. Dezember 1921 das Licht der Welt in Bad Gottschalkowitz, Oberschlesien.
Nachdem sie die Volksschule absolviert hat, findet sie ihren Weg in die Arbeitswelt und geht verschiedenen Beschäftigungen nach, darunter die Tätigkeit als Verkäuferin und Arbeiterin in einem Eisenwerk in Salzgitter bei Braunschweig.
Ihr Leben nimmt eine Wendung, als sie im Frühjahr 1941 Alfred Dytko begegnet, einem Mann, der ab Mai 1942 mit der polnischen Geheimorganisation Związek Walki Zbrojnej (ZWZ - Bewaffneter Kampfverband) verbunden ist.
In ihrer Beziehung zu Dytko wird sie zur Übermittlerin sensibler Informationen über die Herstellung von Rüstungsgütern an ihrem Arbeitsplatz. Mutig übernimmt sie auch Kurieraufgaben für ihn.
Doch das Schicksal nimmt eine düstere Wendung im April 1943, als sie verhaftet wird.
Am 22. Juli 1944 fällt das harte Urteil des "Volksgerichtshofs" wegen vermeintlicher "Kriegsspionage" - der Tod durch Enthauptung wird verhängt.
Am 8. September 1944, in den kalten Mauern des Strafgefängnisses Berlin-Plötzensee, erlischt Gertrud Świerczeks Leben.
Eine der Seelen, die ihr Leben für den Glauben an eine bessere Welt opferte.
Gedicht von Ela Kargol
Sterbeurkunde
Gertruda Świerczek
geboren:22. XII. 1921 in Bad Gottschalkowitz (Goczałkowice-Zdrój)
enthauptet:8. IX. 1944 in Berlin - Plötzensee
Sie bat um Begnadigung
Aber keiner hat zugehört.
Die Brüder an der Front
mit Eisernen Kreuzen gekennzeichnet
haben auch nicht geholfen.
Sie bat vom ganzen Herzen.
Sie bat um die Jugend
Um die Zukunft,
Um die nächsten Jahre.
Sie bat um das Leben,
Nicht um den Tod.
Und trotzdem
„ließ sie sich mit ihren 22 Jahren ohne Wiederstreben auf das Fallbeilgerät legen.“
Förderung
Gefördert durch EVZ
Beitrag gefertigt vor, während und nach dem Workshop "Frauen im Schatten der Guillotine. Polinnen im Gefängnis Plötzensee" am 20.01.2024
Das Projekt ist gefördert von der Stiftung EVZ (Erinnerung Verantwortung Zukunft).
Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Projektleiterinnen die Verantwortung.